Tim Burton: „Hauptsache, es ging schnell“


Die Stars von „Beetlejuice Beetlejuice“ stellten ihren Film am Donnerstag auf dem Lido der Weltpresse vor.

Von Matthias Greuling/Venedig

Regisseur Tim Burton hat für den Film seinen Kultklassiker aus dem Jahr 1988 neu aufgelegt. Catherine O’Hara, Winona Ryder und Michael Keaton kehren in das Ensemble zurück, neben ihnen spielen unter anderem Jungstar Jenna Ortega („Wednesday“) und der Oscar-nominierte Willem Dafoe mit. In der Fortsetzung von „Beetlejuice“ übernimmt Keaton erneut die Rolle des titelgebenden, Chaos verursachenden Gespenstes. Der Film kommt in Österreich schon am 13. September in die Kinos.

Tim Burton mit Lebenspartnerin Monica Bellucci in Venedig. Kein Paar versprühte an diesem Abend mehr Glamour. Foto: Katharina Sartena

Burton, der auch bei „Edward mit den Scherenhänden“, „Charlie und die Schokoladenfabrik“ oder „Batman“ Regie geführt hat, sagte, der fantastische Ausflug ins Jenseits sei ein Projekt „aus meinem Herzen. In den letzten Jahren war ich ein wenig desillusioniert von der Filmindustrie“, so Burton bei der Pressekonferenz am Lido. „Für mich war dieser Film eine Art Wiederbelebung, eine Rückkehr zu den Dingen, die ich gerne tue, auf die Art und Weise, wie ich sie gerne tue, mit den Leuten, mit denen ich sie gerne tue.“

Burton meinte, dass er trotz der ständigen Nachfragen der Fans nach einer Fortsetzung so lange gebraucht hat, um Beetlejuice in eine neue Runde zu führen, weil er nie ganz verstanden habe, „warum der Film so erfolgreich war“. Für „Beetlejuice Beetlejuice“ wollte er zum „Geist des Originalfilms“ zurückkehren und den typischen langen Produktions- und Drehprozess seiner neueren Filme zugunsten eines schnellen, improvisierten Ansatzes aufzugeben.

Michael Keaton kehrt in seine Paraderolle als „Beetlejuice“ zurück. Foto: Katharina Sartena

„Wohl kein Oscar“

„Wir haben alles schnell gemacht, die Dinge, die normalerweise Monate dauern, haben wir beschleunigt“, sagte Burton. „Das war der Geist, und das passiert nicht immer in Filmen. Es hat eine Energie und einen persönlichen Charakter, zu dem jeder beigetragen hat.“ Burton ermutigte zu mehr Improvisation am Set. „Sogar das Ende war nicht geschrieben. Wir haben mit allem gespielt“, sagte er. Auch bei den Spezialeffekten galt diese Maxime: Schnell sein – und damit den Charakter eines hausgemachten, handgemachten Films erschaffen. „Einen Oscar für die Spezialeffekte werden wir wohl nicht bekommen“, lacht er.

Jenna Ortega war der Star am roten Teppich. Video: Katharina Sartena

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