The Hateful Eight: Tarantinos Western über das Heute
Im Grunde ist jeder Film von Quentin Tarantino ein Western, weil sich dieser amerikanische Ausnahmeregisseur mit seinen Figurenkonstellationen gerne auf dem Terrain bewegt, das man aus dem Westerngenre kennt: Es gibt schweigsame Outlaws und coole Gangster, gebrochene Revolverhelden und sadistische Bösewichte, epische Settings und Trash-Dekor aus den 70ern. Von „Pulp Fiction“ über „Kill Bill“ und „Inglourious Basterds“ – sie alle waren in gewisser Weise Western, … The Hateful Eight: Tarantinos Western über das Heute weiterlesen
Star Wars Episode VII: Man fühlt sich wie zuhause
Es sterben durch das Lichtschwert die folgenden Personen: Keine Angst, wir verraten Ihnen das nicht, sondern halten uns ganz brav an die von Disney erbetene Diskretion, um dem Kinobesucher den Spaß nicht zu verderben. Versuchen wir trotzdem etwas über den Film zu sagen, denn die Vorfreude bei den Fans will ja geschürt werden: Zumindest als Zuschauer, der die erste Trilogie von 1977 bis 1983 gut … Star Wars Episode VII: Man fühlt sich wie zuhause weiterlesen
Brillant übertüncht
Regisseur Todd Haynes ist ein Meister, und zwar in Hinblick auf die Detailgetreue in seinen Filmen. Das bringt etliche Probleme mit sich: Einerseits bekommen seine überaus akkuraten Schilderungen aus vergangenen Tagen dadurch den Flair einer allzu gekünstelt rekonstruierten Wirklichkeit, die wirklicher ist als das geschönte Bild der Erinnerung an diese Zeit. Andererseits dienen ihm seine opulenten Dekors und eleganten Bilder allzu oft der Überdeckung dramaturgischer … Brillant übertüncht weiterlesen
Die Überwindung des Klischees
„Ich und Earl und das Mädchen“ ist eine Coming-of-Age-Komödie, die eigentlich nicht lustig sein will. Wie schafft man es, ein Klischee zu umschiffen? Indem man es exzessiv benutzt und im selben Atemzug kritisch kommentiert. Nach diesem Prinzip funktionieren Komödien, die ihren Humor aus Zynismus und Sarkasmus gewinnen, weil sie mit bekannten Vorurteilen (also Klischees) spielen und sie letztlich benutzen, um daraus ihren Witz zu beziehen. Funktioniert … Die Überwindung des Klischees weiterlesen
Spielberg im Kalten Krieg
Wenn Ideale aufeinanderprallen, dann hat dies nach Meinung von Steven Spielberg möglichst effektvoll zu geschehen. Schon immer war Spielberg, das einstige „Wunderkind“, das den Begriff „Blockbuster“ wie kein anderer prägte, vom großen Auftritt, von der fantastischen Bilderflut begeistert, und auch mit zunehmendem Alter und der Hinwendung zu ernsteren Stoffen hat Spielberg nicht verlernt, sich und sein Publikum vom Pathos übermannen zu lassen. Sein neuer Film … Spielberg im Kalten Krieg weiterlesen
Vom Ende der Jugend
Philosophisch und humorvoll geht es in Paolo Sorrentinos neuem Film „Ewige Jugend“ (ab 27.11. im Kino) zu. Wir trafen den Regisseur zum Gespräch. Paolo Sorrentino hat nach seinem Oscar für „La grande bellezza“ weiter geforscht an der Schönheit und ihrer Vergänglichkeit. Sein neuer „Ewige Jugend“ handelt vom Verlust derselben. Eingebettet in die harmonisch wirkenden Schweizer Alpen liegt das Berghotel Schatzalp, der Schauplatz von Sorrentinos Geschichte. … Vom Ende der Jugend weiterlesen
„Einer von uns“: Debütfilm aus Österreich
Die endlosen Weiten der Gänge in einem Supermarkt sind das visuell prägendste Zeichen von Stephan Richters Erstlingswerk „Einer von uns“: Wie die Kamera da sachte entlang schwebt an den Auslagen des Kapitalismus, der den Wohlstand sowieso und das Abenteuer im Speziellen verheißt, sieht bedrohlich aus. Es geht gar nicht um Luxusgüter, sondern um eine bunte Welt der Produktvielfalt, für die viele gar kein Geld mehr … „Einer von uns“: Debütfilm aus Österreich weiterlesen
Reingeblättert: celluloid 6/2015
Unsere aktuelle Ausgabe ist soeben erschienen und im Handel erhältlich. Hier celluloid abonnieren! Hier eine kurze Vorschau: Reingeblättert: celluloid 6/2015 weiterlesen
Abel Ferrara: „Pasolini ist in meiner DNA“
Abel Ferrara über seinen Film „Pasolini“ und seinen Zugang zu dieser Künstlerpersönlichkeit Abel Ferrara: „Pasolini ist in meiner DNA“ weiterlesen
Benicio del Toro: „Man muss ein Egoist sein“
Es gibt wenige Schauspieler, deren Äußeres so gut miese Laune spielen kann wie er: Wenn Benicio del Toro die Stirn in Falten legt und die Augen zusammen kneift, dann will man ihm lieber nicht im Dunklen begegnen. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb man ihn häufig in Filmen sieht, in denen es um Verbrechen, Waffen und vor allem Drogen geht. Seit seinem Durchbruch mit … Benicio del Toro: „Man muss ein Egoist sein“ weiterlesen
