Diagonale 2013: Kein Megatrend im österreichischen Film

Schon beim Frühstück wird hier über Film diskutiert: Die Filmschau Diagonale, bei der heute, Samstag, Preisgelder von mehr als 100.000 Euro vergeben werden, lockt nicht nur Grazer Publikum oder die heimische Filmbranche an, sondern auch internationale Gäste. Einige von ihnen sind Programmierer anderer Festivals und halten Ausschau nach geeigneten Produktionen, die sie einladen könnten. Das ist Teil des Festivalbetriebs, und mitunter der Startschuss für lange … Diagonale 2013: Kein Megatrend im österreichischen Film weiterlesen

Diagonale 2013: Innovatives Kino über den (Un-)Wert des Kontinuierlichen

Auf Herrn Manfred ist Verlass. Der (mittlerweile pensionierte) Barkeeper eines Grazer Innenstadthotels kehrt einmal im Jahr in seinen früheren Beruf zurück, um die Gäste der Diagonale mit dem von ihm kreierten „Kalaschnikov“ zu versorgen. Ein kleiner Shot aus Wodka, Kahlua und Zitrone, der es beim Filmfestival längst zum Kultgetränk gebracht hat. Jeder hier hat einen der Festivalabende schon einmal mit ein paar Kalaschnikovs beendet. Es … Diagonale 2013: Innovatives Kino über den (Un-)Wert des Kontinuierlichen weiterlesen

NÄGEL MIT KÖPFEN: Marko Doringer und das Ende der Freiheit

Marko Doringer in „Nägel mit Köpfen“. Foto: Polyfilm TOP Vier Paare, vier unterschiedliche Geschichten, ein gemeinsames Problem: Das Zusammenleben ist in Marko Doringers Dokumentarfilm „Nägel mit Köpfen“ weit entfernt von einem harmonischen Idealbild; es ist ein von gesellschaftlichen Konventionen und persönlichen Ängsten geprägtes Experiment. Der österreichische Filmemacher hatte bereits mit „Mein halbes Leben“ sehr selbstreflexiv über sein eigenes Dasein und seine Zukunftsängste erzählt, und auch … NÄGEL MIT KÖPFEN: Marko Doringer und das Ende der Freiheit weiterlesen

Les Misérables: Mit Inbrunst gekrächzt

Das Musical „Les Misérables“ zeigt gute Schauspieler beim schlechten Singen TOP/FLOP   „Les Misérables“ (Foto: Universal) Schwachbrüstig, krächzend und hauchdünn sind ihre Stimmchen: Selbst bei Dieter Bohlen wären die Herrschaften wohl allesamt durchgefallen, doch die hohe Sangeskunst ist ihre Domäne ohnehin nicht: Hugh Jackman, Anne Hathaway, Amanda Seyfried, Russell Crowe oder Helena Bonham Carter gehören zu Hollywoods prominentesten Schauspielern, weil sie das eben besser beherrschen … Les Misérables: Mit Inbrunst gekrächzt weiterlesen

Berlinale: Die Gewinner

„Child’s Pose“ (Foto: Berlinale) Die Bären 2013 sind vergeben: Der Goldene Bär 2013 geht nach Rumänien an Regisseur Calin Peter Netzer. Der schildert in „Child’s Pose“, wie weit die übertriebene Zuneigung einer Mutter aus der rumänischen Oberschicht zu ihrem Sohn gehen kann: Als er nachts ein Kind anfährt, das kurz darauf verstirbt, muss Barbu ins Gefängnis. Seine Mutter Cornelia will die Angelegenheit mit Geld regeln, … Berlinale: Die Gewinner weiterlesen

Berlinale 2013: Vom Ende der Kompromisslosen

Viel ist dieser Tage in Berlin von der Provokation zu hören. Vom Ungestümen, das dem Weltkino zur Zeit abgeht, weil es auf so viele (nicht allzu neue) Umstände Rücksicht nehmen muss. Auf Budget, auf Moral, auf Zensur oder auf politische Situationen. Immer schwerer ist es, Kunstfilme zu finanzieren, hört man allerorts. Und wer einen Koproduzenten gefunden hat, bekommt von ihm zumeist nicht nur Geld, sondern … Berlinale 2013: Vom Ende der Kompromisslosen weiterlesen

PARADIES HOFFNUNG: Ulrich Seidl im Fat-Camp

Der Hattrick ist geschafft: Ulrich Seidl brachte bei der Berlinale am Freitag Abend den dritten Teil seiner „Paradies“-Trilogie zur Uraufführung, und hat damit das seltene Kunststück geschafft, in drei aufeinanderfolgenden A-Filmfestivals im Wettbewerb zu stehen – bislang gelang das nur dem Polen Krzysztof Kieślowski mit seiner „Drei-Farben“-Trilogie.  PARADIES: HOFFNUNG (Foto: Berlinale/Stadtkino) Nach Cannes („Paradies: Liebe“) und Venedig („Paradies: Glaube“) nun also „Hoffnung“ in Berlin. … PARADIES HOFFNUNG: Ulrich Seidl im Fat-Camp weiterlesen

Schauwert zum Vergessen: THE GRANDMASTER eröffnet die 63. Berlinale

Die Berlinale hat selten Glück bei der Wahl ihrer Eröffnungsfilme. Immer wieder zeigt sich hier, wie schwer die Konvergenz aus Anspruch, Kunst und Breitenwirksamkeit sein kann. Das war schon beim desaströsen Stalingrad-Kriegsfilm „Enemy at the Gates“ im Jahr 2001 so, beim laschen „Cold Mountain“ (2004) aber auch bei dem Abenteuerfilm „Man to Man“ (2005), bei „The International“ (2009) oder im Vorjahr bei dem theatralisch dahindümpelnden … Schauwert zum Vergessen: THE GRANDMASTER eröffnet die 63. Berlinale weiterlesen